Baukultur Apéro

Kirchenerhalt organisieren
Perspektiven und Governance-Modelle

In Kooperation mit der Bundesstiftung Baukultur
Kirchen gehören zu den prägenden Bauwerken unserer Städte und Dörfer. Mit dem tiefgreifenden Wandel kirchlichen Lebens stellt sich zunehmend die Frage, ob und wie die identitätsstiftenden sakralen Orte langfristig erhalten, öffentlich zugänglich und als Teil der gebauten Umwelt weiterentwickelt werden können.

© André Beer

Datum: Do., 24.09.2026, 17:00–22:00

Ort: Aedes, Christinenstr. 18–19, 10119 Berlin

Die Veranstaltung findet auf Deutsch statt. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Einleitung

Während die Debatte in Deutschland häufig die Umnutzung einzelner Gebäude adressiert, gibt es im europäischen Ausland bereits institutionelle Modelle und Strategien, die Eigentum, Erhalt und Nutzung dauerhaft organisieren. Das Kirchenmanifest einer Reihe namhafter Expertinnen und Experten hat unter der Überschrift Kirchen sind Gemeingüter dazu die Debatte auch in Deutschland eröffnet – bisher ohne belastbare Antworten auf die Frage einer teilweise neuen Trägerschaft.

Der vierte Baukultur Apéro richtet den Blick auf diese Governance-Strategien. Im Mittelpunkt steht die Frage, welche institutionellen Modelle geeignet sind, den langfristigen Erhalt sakraler Bauwerke zu sichern und welche Impulse sie für Deutschland bieten können.

Programm 

Begrüßung und Einleitung 
Dunya Bouchi, Aedes, Berlin
Reiner Nagel, Vorstandsvorsitzender Bundesstiftung Baukultur, Potsdam – Kirchenbauten als zentrale Elemente der Baukultur
Impulsvortrag I 
Dr. Manuela Klauser, Universität Bonn – Nationales Modell in Großbritannien: Churches Conservation Trust
Impulsvortrag II
Jörg Beste, synergon, Köln – Regionale Modelle in Deutschland: Erste Ansätze
Impulsvortrag III
Dr. Franziska Siedler, Kloster Chorin – Lokales Modell in Brandenburg: Kloster Chorin in Brandenburg
Offener Austausch & Reflexion –  Erkenntnisse für die deutsche Kirchenlandschaft
Jörg Beste, synergon, Köln
Dunya Bouchi, Aedes, Berlin
Dr. Manuela Klauser, Universität Bonn
Reiner Nagel, Vorstandsvorsitzender Bundesstiftung Baukultur, Potsdam
Dr. Franziska Siedler, Kloster Chorin

Im Anschluss lädt der Baukultur Apéro mit Getränken und Snacks zum informellen Austausch und zur Vertiefung der Diskussionen ein.

Über den Baukultur Apéro 

Der Apéro ist eine gesellschaftliche Kulturtechnik, um über Veranstaltungsinhalte in den Austausch und ins Gespräch zu kommen. Der Baukultur Apéro möchte diese analoge Technik für gewinnbringende Erkenntnisse zum qualitätsvollen Planen und Bauen nutzen.

Im Rahmen der Arbeiten am Baukulturbericht 2026/27 Gestalten fanden bereits drei Baukultur Apéros bei Aedes statt – im Juni 2025 zum Thema Ingenieurbau gestalten, im Oktober 2025 zu Gestaltung im Bestand erhalten und im März 2026 zum Thema Handwerk unter dem Titel Lernende Hände.

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