Lab Talk-Reihe

SPACES AND SPECIES

Architektur, Stadtentwicklung und biologische Vielfalt

Eine Lab Talk-Reihe von BUND Berlin und Aedes Metropolitan Laboratory zu artenschutz-gerechter Gebäudeplanung, gefördert durch die Berliner Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt (SenMVKU)

Bild: Shutterstock

Datum: 6. Juni 2024 | 14. November 2024 | 15. Mai 2025

Ort: Aedes Metropolitan Laboratory, Christinenstr. 18–19, 10119 Berlin

Einleitung

Die dreiteilige Lab Talk-Reihe SPACES AND SPECIES fördert und vertieft die interdisziplinäre Zusammenarbeit zum Thema Biodiversität im Bauwesen. Gemeinsam werden notwendige Lösungsstrategien für den Erhalt der biologischen Vielfalt im urbanen Raum entwickelt und langfristige Allianzen aufgebaut.

Neben dem Klimaschutz zählt der Erhalt der biologischen Vielfalt zu den dringendsten Aufgaben unserer Zeit. Die Förderung der Biodiversität im urbanen Raum erfordert ein stadtweites, systemisches Vorgehen. Architektonische und städteplanerische Ansätze, die gezielt Tierarten berücksichtigen und grüne Lösungen an Gebäuden integrieren, gewinnen daher zunehmend an Bedeutung.  In der öffentlichen Diskussion über zukunftsfähige Stadtentwicklung und biologische Vielfalt steht häufig das Thema „Grün in der Stadt“ im Vordergrund.  Dass jedoch auch Gebäude selbst wichtige Lebensräume vieler Tierarten sind und die gebaute Umwelt damit einen wesentlichen Faktor für ihren Erhalt darstellt, wird oft übersehen. Nach wie vor sind sowohl eine flächendeckende Umsetzung als auch ein adäquater Wissenstransfer in die Architektur- und Baubranche unzureichend ausgebildet.

Wesentliche Aspekte wie Animal Aided Design, die ökologischen Auswirkungen von Baumaterialien, gesetzliche Rahmenbedingungen, planetarisches und integratives Denken sowie Fragen der Finanzierung und wirtschaftlichen Machbarkeit sollen in die Diskussionen der drei Lab Talks eingebunden werden.

Veranstaltungen

#1 Architektur, Stadtentwicklung und biologische Vielfalt, 6. Juni 2024

Die Auftaktveranstaltung thematisiert den ökologischen Mehrwert artenschutzgerechter, multifunktionaler Gebäude- und Stadtplanung. Dabei werden auch die potenziellen Auswirkungen von Licht, Glas und anderen Baumaterialien diskutiert. Zudem wird die Möglichkeit eines Planungs- und Kommunikationstools für frühe Planungsphasen erörtert. Wie kann das Bewusstsein für dieses zentrale Thema gestärkt werden? Welche Anreize können Bewertungssysteme für nachhaltiges Bauen bieten? Und wie lässt sich die Förderung der Biodiversität in Wettbewerbsausschreibungen sowie in die Curricula von Hochschulen verankern?

#2 Biodiversität und Partizipation, 14. November 2024

Im zweiten Lab Talk wird diskutiert, wie Partizipation und Biodiversität möglichst früh in die Planung integriert werden können. Es wird zunehmend darauf hingearbeitet, die gebaute Umwelt als Lebensraum sowohl für menschliche als auch nichtmenschliche Spezies zu verstehen und entsprechend zu gestalten. Welche Rolle spielen dabei lokale und globale Perspektiven? Wie lässt sich vermitteln, dass Biodiversität eine zentrale Voraussetzung für das Leben von Mensch und Planet ist? Und wie überwindet man Vorbehalte bei Planer:innen und Bauherr:innen

#3 Biodiversität und Kohabitation, 15. März 2025
Der dritte Lab Talk widmet sich den Wahrnehmungen und Bedürfnissen nicht-menschlicher Lebewesen. Städte sind ein gemeinsamer Lebensraum für Menschen, Tiere und Pflanzen – wie kann unsere gebaute Umwelt so gestaltet werden, dass sie für alle Arten bessere Lebensbedingungen schafft?

In Zusammenarbeit mit:
BUND, Berlin
Berliner Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt (SenMVKU)