Wissensräume unserer Gesellschaft #2
Orte des Lernens
In der fünfteiligen Dialogreihe des ANCB in Zusammenarbeit mit der Bundesstiftung Baukultur wurden die vielfältigen und wechselwirksamen Beziehungen zwischen Wissen und Raum beleuchtet und auf mögliche zukünftige Szenarien projiziert.
© NLF Team
Date: Donnerstag, 18. März 2021
HINTERGRUND
Aufbauend auf der Arbeit der Bundesstiftung Baukultur zum Baukulturbericht 2020/21 Öffentliche Räume und der aktiven Rolle des ANCB als zentralem Wissensort in Berlin war es das Ziel der gemeinsamen Veranstaltungsreihe Wissensräume unserer Gesellschaft Prämissen für deren Gelingen zu identifizieren. Wissen und Raum wurden hierbei nicht als statischer Zustand, sondern als sich gegenseitig beeinflussende, fluide Prozesse betrachtet. Im Vordergrund stehen die Formierungen von Wissensräumen als auch von Raumwissen aus Sicht von Architektur und Stadtplanung, Pädagogik und Soziologie, Politik und Zivilgesellschaft. Hinterfragt wird unter anderem, welchen Beitrag Institutionen der räumlich gebundenen Wissensvermittlung wie Schulen, Universitäten, Museen, Bibliotheken, Archive aber auch informelle Bildungsorte innerhalb des Stadtraums zur öffentlichen Zugänglichkeit von Wissen bereits leisten und in Zukunft noch leisten können. Auch wird der Frage nachgegangen, inwiefern sich Form und Funktion von Wissensräumen innerhalb unserer Gesellschaft gegenseitig beeinflussen. Die Dialogreihe greift darüber hinaus die Frage auf, welchen gesellschaftlichen Nutzen Wissensräume über ihren eigentlichen Zweck hinaus erzeugen können, indem hermetische Funktionsgrenzen aufgebrochen werden und informelle Wissensvermittlung stärker Beachtung findet.
Programm
Kindertagesstätten, Schulen und Universitäten sind als Bildungseinrichtungen wichtige Institutionen unserer Gesellschaft. Diskutiert wird aus architektonischer wie pädagogischer Sicht die räumliche Dimension von zeitgenössischen Wissenslandschaften. Gefragt wird, welchen Lernkulturen folgend diese entworfen werden und wie neue Räume des Lernens aussehen können, die sich über existierende Raumformate hinwegsetzen wie auch Gelungenes und Bewährtes in neue Formen bringen. Schließlich prägen diese Orte über ihre Gestaltung die Menschen, die in ihnen lernen und erfüllen in diesem Sinne einen baukulturellen Bildungsauftrag. Als oftmals (teil-)öffentliche Räume sind sie essentielle Bausteine einer funktionierenden Gesellschaft. Hier ist, auch mit einem Blick ins Ausland, noch großes Potenzial zu heben.
Teilnehmende
Tatjana Schneider, Stadtforscherin, Leiterin, Institut für Geschichte und Theorie der Architektur und Stadt (GTAS), TU Braunschweig.
Vera Hartmann, Architektin, Partnerin, Sauerbruch Hutton, Berlin
Christina Werner, Geschäftsführerin, Institut für Raumexperimente e. V., Berlin . Si
Reiner Nagel, Architekt und Stadtplaner, Vorstandsvorsitzender, Bundesstiftung Baukultur, Potsdam.
Moderator: Lukas Feireiss, Kurator, Künstler und Autor, Berlin
Video
Fotos © Marco van Oel
Lab Talk Series:
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In Zusammenarbeit mit
Bundesstiftung Baukultur




