Lab Talk

Wissensräume unserer Gesellschaft #3

Stätten kultureller Bildung

In der fünfteiligen Dialogreihe des ANCB in Zusammenarbeit mit der Bundesstiftung Baukultur wurden die vielfältigen und wechselwirksamen Beziehungen zwischen Wissen und Raum beleuchtet und auf mögliche zukünftige Szenarien projiziert.

HINTERGRUND

Aufbauend auf der Arbeit der Bundesstiftung Baukultur zum Baukulturbericht 2020/21 Öffentliche Räume und der aktiven Rolle des ANCB als zentralem Wissensort in Berlin war es das Ziel der gemeinsamen Veranstaltungsreihe Wissensräume unserer Gesellschaft Prämissen für deren Gelingen zu identifizieren. Wissen und Raum wurden hierbei nicht als statischer Zustand, sondern als sich gegenseitig beeinflussende, fluide Prozesse betrachtet. Im Vordergrund stehen die Formierungen von Wissensräumen als auch von Raumwissen aus Sicht von Architektur und Stadtplanung, Pädagogik und Soziologie, Politik und Zivilgesellschaft. Hinterfragt wird unter anderem, welchen Beitrag Institutionen der räumlich gebundenen Wissensvermittlung wie Schulen, Universitäten, Museen, Bibliotheken, Archive aber auch informelle Bildungsorte innerhalb des Stadtraums zur öffentlichen Zugänglichkeit von Wissen bereits leisten und in Zukunft noch leisten können. Auch wird der Frage nachgegangen, inwiefern sich Form und Funktion von Wissensräumen innerhalb unserer Gesellschaft gegenseitig beeinflussen. Die Dialogreihe greift darüber hinaus die Frage auf, welchen gesellschaftlichen Nutzen Wissensräume über ihren eigentlichen Zweck hinaus erzeugen können, indem hermetische Funktionsgrenzen aufgebrochen werden und informelle Wissensvermittlung stärker Beachtung findet.

VERANSTALTUNGEN

#3 Stätten kultureller Bildung
Di. 11 Mai 2021, aus der Ausstellung Bildungsschock im HKW
Kultureinrichtungen aller Art – seien es Museen, Galerien, Theater oder auch Baukulturzentren – haben stets einen Bildungsauftrag. Von jeher sind sie Orte der Bildung und Vermittlung, in denen kulturelles Wissen in der Gesellschaft weitergegeben wird. Ihrer Bedeutung als allen zugängliche, öffentliche Räume werden sie allerdings nicht immer vollumfänglich gerecht. Im Rahmen des dritten Events der Dialogreihe wird kritisch hinterfragt, wie sich diese außerschulischen Lernorte und Wissensräume heute entfalten können. Inwieweit müssen sie sich mit der Umsetzung ihres Bildungsauftrags an sich ändernde Bedürfnisse und zukünftige Notwendigkeiten anpassen? Welchen Nutzen können sie als Orte der Kommunikation und Begegnung für die Gesellschaft stiften? Und welche Rolle spielt dabei die Baukultur? Mehr

Teilnehmende
Ellen Blumenstein
, Leiterin,  IMAGINE THE CITY, Hamburg
Sónia Vaz Borges
, militant interdisziplinäre Historikerin, Forscherin, Humboldt Universität zu Berlin
Tom Holert, 
Kunsthistoriker, Kurator des Forschungs- und Ausstellungsprojekts Bildungsschock. Lernen, Politik und Architektur in den 1960er und 1970er Jahren im HKW, Berlin
Reiner Nagel, Architekt und Stadtplaner, Vorstandsvorsitzender, Bundesstiftung Baukultur, Potsdam.
Moderator: Lukas Feireiss, Kurator, Künstler und Autor, Berlin

Video

In Zusammenarbeit mit Bundesstiftung Baukultur